Die Tour vom südlichsten zum nördlichsten Punkt Deutschland

von | Aug 13, 2020 | Aktuelles | 0 Kommentare

Teilnehmer : Hans-Georg Herzog aus Alsdorf – Begau  und Jürgen Schmidt

Zeitraum : 24.07.2020 – 05.08.2020

Etappen : 11 mit einem Ruhetag nach der 5 Etappe

Etappenziele : Oberstdorf – Krumbach – Dinkelsbühl – Volkach – Cursdorf – Gotha – Ruhetag in Gotha – Clausthal Zellerfeld – Celle – Stade – Husum – Klanxbüll – Sylt ( Ellenbogen )

 

Start mit dem Leihwagen und den Rädern am 24.07.2020 bis Kempten im Allgäu. Leider konnten wir nicht direkt bis Oberstdorf fahren, da dort kein bekannter Autoverleiher eine Filiale hat. Also bis Kempten, Wagen zurückgegeben und mit dem Rucksack auf dem Rücken auf die Räder und los bis nach Oberstdorf. Im Hotel eingecheckt, die Rucksäcke abgelegt und dann ohne Ballast die ca. 12 km bis Einödsbach geradelt, einem Gasthof halb im Berg und nur über einen Schotterweg zu erreichen. Südlichster Punkt Deutschlands an der Österreichischen Grenze erreicht. Dann zurück zum Hotel und der Prolog war nach 67km beendet.

Die ersten Etappen im Süden hatten noch recht viel Höhenmeter , doch je weiter nördlich wir gekommen sind, desto flacher wurde es. Wettermäßig hatten wir viel Glück. Richtig nass sind wir zum Glück während der gesamten Tour nur ein einziges Mal geworden.

Das gleiche gilt mit den Pannen. 1 x platt, das war alles. Zudem hatten wir Glück, dass mein Rad nicht den Geist aufgegeben hat. Ab dem 4 Tag bei der schwierigsten Etappe stellte sich an meinem Hinterrad ein ” Knacken ” ein. Ich ging erst davon aus das sich das Ritzel gelöst hatte, weil ich es ein paar Tage vorher hatte erneuern lassen und sich dort schon ein paar Mal die Schraube gelöst hatte. Bei einem Stopp an einem Fahrradgeschäft sagte man mir aber, dass das Hinterradlager los sei. Man konnte es dort aber nicht nachziehen.

Die vorgesehenen Etappenlängen lagen meist bei ca. 120 – 135 km. Hans-Georg hatte die Routen ausgearbeitet und sich dazu Notizen gemacht. Diese hatte er laminiert und sie vorne auf einer kleinen Lenkradtasche gesteckt. Wir mussten trotzdem öfter anhalten und mit Google Maps sehen ob wir noch auf dem richtigen Weg waren. Zudem mussten wir mehrfach größeren Umleitungen nachfahren, weil gesamte Ortsdurchfahrten gesperrt waren oder weil wir auf den Bundesstraßen an Stellen kamen wo Durchfahrtsverbot für Fahrräder galten.

So wurde die Tour nach Clausthal Zellerfeld anstatt 135km zuletzt 173km und die Tour von Celle nach Stade statt 125km dann 165km.

Schwierigste Tour war aber das Stück von Volkach nach Kursdorf ( 140km ) Ab ca. 50km ging es gefühlt immer nur bergauf, dann kurze schnelle Abfahrt und dann wieder bergauf im kleinsten Gang. Das Ganze mit einem ca 12kg Rucksack auf dem Rücken und in praller Sonne, An dem Tag wurden über 2000 Höhenmeter erreicht und wir kamen erst gegen 19 Uhr im Hotel an. Das ist dann so ein Tag wo man sich nach dem Sinn der Unternehmung fragt, wie beim Marathon nach 35km.

Die Hotels der einzelnen Etappen waren durch Hans-Georg vorgebucht worden. Zum Glück schon vor dem Corona – Ausbruch, denn sonst hätten wir keine Zimmer für Einzelübernachtungen mehr bekommen.

Nach der 5. Etappe trafen in Gotha unsere Frauen mit dem PKW ein. Von da an waren wir zumindest unser Gepäck los welches die Damen dann von Hotel zu Hotel brachten.

Die schönsten Städte in denen wir während der Tour waren sind Dinlelsbühl, Husum, Celle und Volkach. Alle mit toller Altstadt.

Auf  dem Weg von Stade nach Husum mussten wir oberhalb von Hamburg mit der Fähre über die Elbe gesetzt werden und ebenso am Nord – Ostsee – Kanal.

Das letzte Ziel auf dem Festland war Klanxbüll, 3 km vor der dänischen Grenze.

Weiter nördlich kommt man nur noch auf Sylt, wenn man bis an das äußerste Ende , den Ellenbogen fährt. So sind wir Mittwochs mit den Fahrrädern im Zug von Klanxbüll nach Sylt gefahren bis Westerland und dann bis zum Ellenbogen. Damit war unsere Mission erfolgreich beendet was wir dann auch ausgiebig gefeiert haben.

Insgesamt haben wir 1370km auf den Rennrädern zurückgelegt.

 

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